Pitch-Entwurf
AUSGEBLENDET –
EINGEBLENDET
Kunde*
Jüdisches Museum Frankfurt
Position*
Agentur: Urban Media Project
Rolle: Art Direction (Pitch)
Datum
2023
Leistungen
Exhibition Design
Wie macht man eine jüdische Filmgeschichte sichtbar, die selbst nie erzählt wurde?
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Für die Wechselausstellung „Ausgeblendet – Eingeblendet: Eine jüdische Filmgeschichte der Bundesrepublik" suchte das Jüdische Museum Frankfurt eine Agentur für das gesamte Kommunikationsdesign. Gefragt war ein Keyvisual, das sich konsequent durch alle Maßnahmen zieht: Plakate, Eröffnungseinladung, Social- und Web-Auftritt sowie ein rund 200-seitiger, zweisprachiger Ausstellungskatalog. Unter meiner Art Direction entwickelte Urban Media Project den Pitch-Entwurf für das Ausstellungs-Design.
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Das zentrale Motiv der Ausstellung – das Ein- und Ausblenden jüdischer Perspektiven in der deutschen Filmgeschichte – musste zur gestalterischen Grundidee werden, ohne in die Nähe des Corporate Designs des benachbarten Deutschen Filminstituts & Filmmuseums zu rücken. Die Lösung sollte sinnlich, dynamisch und packend wirken und gleichzeitig so flexibel sein, dass sie von der Plakatwand bis zum Popcorn-Becher trägt – bei einem Thema, das inhaltlich hohe Sensibilität verlangt.
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Größtmögliche Aufmerksamkeit für ein bislang ungeschriebenes Kapitel deutscher Filmgeschichte
Ansprache eines breiten Zielgruppen-Mix: Studierende, Familien und filmhistorisch interessiertes Publikum
Ein Key Visual, das über sämtliche Print- und Online-Kanäle hinweg funktioniert
Gestaltung eines zweisprachigen Katalogs (dt./engl.) mit ca. 200 Seiten
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Im Zentrum stand der Titel selbst als Bildmotiv: „AUSGEBLENDET" und „EINGEBLENDET" wechseln sich als Wortbild ab und machen das Prinzip von Sichtbarkeit und Auslöschung unmittelbar erfahrbar. Dazu DIN Condensed in Bold und Light – eine an Filmvorspänne und Kinoplakate erinnernde Typografie – kombiniert mit einem signifikanten „Neon Teal" vor True Black und Weiß, ergänzt um Schwarz-/Weißfilter auf dem Archivbildmaterial als visuelles Echo des Ein- und Ausblendens. Das System trug über Plakate und City-Light-Poster, Einladungskarten in Schwarz und Grün, Tickets, Tragetaschen und Merchandise bis zum zweigeteilten Katalogcover „Ausgeblendet – Eingeblendet" / „Out of and in focus", dessen Innenleben mit Kapitel-, Porträt- und Filmseiten die sechs Themenräume der Ausstellung nachzeichnet.
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Der Pitch-Entwurf wurde fristgerecht eingereicht und den Kurator*innen des Jüdischen Museums Frankfurt präsentiert – am Ende entschied sich das Museum für einen anderen Ansatz. Für mich blieb die Arbeit an dem Projekt trotzdem eine der bereicherndsten Aufgaben: die Auseinandersetzung mit einem so sensiblen wie visuell vielschichtigen Thema hat mein Interesse geweckt, mich gestalterisch stärker im Bereich Ausstellungs- und Kulturkommunikation zu engagieren – ein Feld, das ich seither aktiv weiterverfolge.
„Der Entwurf entstand im Rahmen meiner Position als Art Director bei der Agentur Urban Media Project als Beitrag zu einem eingeladenen Pitch-Verfahren des Jüdischen Museums Frankfurt. Diese Case Study dient ausschließlich zur Präsentation meiner gestalterischen Fähigkeiten."